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Supplement Review - Whey Protein PART 1

17.02.2014



Whey Protein hat in den letzten Jahren sowohl in der Sporternährung als auch in der Diätindustrie zunehmend an Bedeutung gewonnen. Whey Protein oder zu Deutsch Molkenprotein wird aus dem gleichnamigen „Nebenprodukt“ während der Käseherstellung gewonnen. Ebenso wie Casein wird auch das Whey Protein aus dem Rohstoff Kuhmilch gewonnen. Casein mit einem Anteil von ca. 80 % und Whey Protein mit ca. 20 % bilden die beiden größten in der Milch enthaltenen Eiweißfraktionen.

Was ist Molke?


Molke ist eine gelbliche, transzulente (transzulent = Lichtdurchlässigkeit eines Körpers) Flüssigkeit und fällt als Nebenprodukt bei der Käseherstellung an. Es wird zwischen Süß- und Sauermolke unterschieden. Wird das zur Verdickung dienende Lab-Enzym beigemischt, entsteht Süßmolke. Dieses Enzym wird von jedem Säugetier (beim Menschen ist es das Chymotrypsin) im Magen produziert, um die Muttermilch einzudicken und somit verdaubar zu machen. Wird Süßmolke mit Milchsäurebakterien versetzt so entsteht Sauermolke und der gesundheitliche Wert der Molke wird erhöht. Der Grund, warum Molke so interessant für Sportler und Menschen ist, die eine Diät einhalten, sind die geringen Anteile an Fett (ca. 0,2 g pro 100 g) und Milchzucker (ca. 3-5 g pro 100 g) und die damit verbundene geringe Kalorienmenge der Molke.

Weiterhin kann jeder Mensch von den in der Molke enthaltenen Mineralstoffen Kalium, Calcium, Eisen und Phosphor profitieren. Kalium spielt im menschlichen Stoffwechsel u.a. eine wichtige Rolle für die Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskelzellen und verbessert so die Kontraktionsfähigkeit von Herz und Muskelzellen. Calcium dient u.a. als Regulator der Reizübertragung im Nervensystem und erhöht die Fähigkeit zur Muskelkontraktion. Eisen ist Baustein des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff) und Bestandteil von Enzymen beispielsweise von Cytochrom. Phosphor ist Bestandteil der Zellstruktur und beteiligt am Knochenaufbau.

Die in der Molke enthaltenen wasserlöslichen Vitamine B1, B2 und B6 erfüllen wichtige Funktionen im menschlichen Stoffwechsel. Vitamin B1 wandelt gespeicherte Kohlenhydrate in verwertbare Energie (ATP) um und ist beteiligt an der Umwandlung von BCAA (Branched-Chain Amino Acids) in Energie. Vitamin B2 ist an fast allen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Besonders hervorzuheben ist hierbei die Umwandlung von Fettsäuren und Aminosäuren zu Ketonen, der Kohlenhydrattransport in die Muskelzellen und der Sauerstofftransport durch die roten Blutkörperchen. Vitamin B6 reguliert den Aufbau von Körperproteinen (z.B. Aktin und Myosin) und Nervenbotenstoffen (z.B. Serotonin).

Bedeutung von Whey Protein für Kraftsportler


Für Kraftsportler sind besonders die in der Molke enthaltenen Proteine von Bedeutung. Proteine sind die Grundbausteine des Lebens: ohne Eiweiß kein Leben. Im Gegensatz zu den beiden anderen Makronährstoffen, den Kohlenhydraten und den Fetten, dienen Proteine nicht in erster Linie als Energielieferant, sondern erfüllen eine entscheidende Funktion für den Erhalt und den Aufbau der Körpersubstanz. Sportler - insbesondere Kraftsportler und Bodybuilder – zeigen einen erhöhten Bedarf an Proteinen, um die aufgebaute Muskulatur nicht nur zu erhalten, sondern noch stärker zu entwickeln. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt für jeden Menschen eine tägliche Aufnahme von ca. 0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht. Bei Manore et al. (2009, 125), Lemon (1992, 767ff.) Müller und Reiche (2011, 45) liegen die Empfehlungen bezüglich der Proteinzufuhr für Ausdauersportler zwischen 1,2-1,7 g Eiweiß pro kg Körpergewicht am Tag und für Kraftathleten zwischen 1,2 und 2,0 g Eiweiß pro kg Körpergewicht am Tag deutlich über denen der DGE. Diese Empfehlungen geben jedoch immer wieder Anlass für Diskussionen. Gelten 2,0 g Eiweiß pro kg Körpergewicht am Tag laut DGE als die Obergrenze der Proteinzufuhr, so haben sich Eiweißmengen von bis zu 4,0 g pro kg Körpergewicht am Tag aufgrund langjähriger Erfahrungen von Wettkampfathleten während der Wettkampf-Diät durchaus bewährt.

Proteine und Aminosäuren


Proteine bestehen aus Aminosäuren. Eine Kette aus über 100 verknüpften Aminosäuren bildet Proteine. Groben Schätzungen nach besteht unser Körper aus bis zu 50 000 verschiedenen Proteinen. Drei der wichtigsten essentiellen (lebensnotwendigen) Proteine, die der Körper nicht selbst herstellen kann, sind die verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA) L- Leucin, L-Isoleucin und L-Valin. Diesen Aminosäuren kommt im menschlichen Körper eine ganz besondere Rolle zu. Sie befinden sich zu etwa einem Drittel in der Muskulatur und können im Falle eines Energiedefizits in Glukose umgewandelt werden. Somit können BCAA als Energielieferanten und zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels dienen.

Der im Whey Protein enthaltene BCAA-Anteil ist relativ hoch. So enthält beispielsweise das „Body Attack Extreme Iso Whey Professional“ rund 21 g BCAA pro 100 g Pulver. Auf eine Portion des Pulvers (30 g) in Wasser gelöst sind das rund 6 g BCAA. Diese Menge entspricht in etwa der Zufuhrempfehlung an BCAA vor dem Training (5-10 g). Aufgrund der oben genannten „Rolle“ der BCAA sollte jeder Kraftsportler diese Aminosäuren vor dem Training in ausreichender Menge zuführen, um möglichst effektiv gegen eine katabole (katabol = muskelabbauend) Stoffwechsellage geschützt zu sein. Wird durch die gezielte Zufuhr von BCAA der Muskelproteinabbau während des Trainings im Rahmen gehalten, kann gleichzeitig auch die Muskelproteinsynthese (Proteinaufbau in der Muskulatur) während der Regenerationsphase verbessert werden.

Biologische Wertigkeit


Vielen Sportlern ist die Biologische Wertigkeit (BW) eines Proteins extrem wichtig, gilt die BW doch als Indikator für die Qualität eines Proteins. Die Biologische Wertigkeit sagt aus, wie viel körpereigenes Protein aus einem bestimmten Nahrungsprotein gebildet werden kann. Das heißt, dass bei einer hohen biologischen Wertigkeit eines Nahrungsproteins hiervon eine geringere Menge zugeführt werden muss, um eine ausgeglichene Proteinbilanz (Deckung des Eiweißbedarfes des Körpers) zu gewährleisten. In der Regel weisen tierische Proteinquellen eine höhere biologische Wertigkeit auf als pflanzliche Lebensmittel. Der Grund hierfür ist der, dass die Molekülstruktur (Aminosäurezusammensetzung) von tierischem Protein mehr der des menschlichen Proteins ähnelt, als dies bei pflanzlichem Protein der Fall ist. Soja bildet hier eine Ausnahme.

Als Referenzwert für die biologische Wertigkeit wurde Hühnerei gewählt (BW = 100). Das im Hühnerei enthaltene Protein kann zu 100 % in körpereigenes Protein umgewandelt werden.
Whey Protein besitzt als einziges Protein (ohne in Kombination mit anderen Lebensmitteln) eine höhere biologische Wertigkeit (104) als das im Hühnerei enthaltene Eiweiß. Somit ist Whey Protein als besonders hochwertig anzusehen.

von Chritsian Hagen





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