AMINOSäURENStartseiteAminosäurenSupplementreview - Arginin

Supplementreview - Arginin

08.01.2014



L-Arginin ist eine sehr basische Aminosäure, die aufgrund der vier angelagerten Stickstoffatome zu den stickstoffreichsten Aminosäuren gehört. Die Hauptaufgabe von
L-Arginin ist der Abbau von Stoffwechselendprodukten (Ammoniak), die im Proteinstoffwechsel des Körpers anfallen können.


Außer L-Arginin sind auch die Aminosäuren L-Citrullin und L-Ornithin an der Entgiftung von Abbauprodukten des Proteinstoffwechsels beteiligt, weshalb alle drei Aminosäuren einen großen Einfluss auf die Proteinsynthese haben. Darüber hinaus ist L-Arginin eine Vorläufersubstanz für die Kreatin- und Stickstoffmonoxid-(NO)-Bildung und ist somit für einen besseren Sauerstoff- und Nährstofftransport im Körper verantwortlich. L-Arginin ist auch an der Neubildung von kollagenem Eiweiß beteiligt und stärkt somit die Bindegewebsstrukturen (z. B. Knorpel, Sehnen, Muskelfaszien), die bei hoher Kraftbelastung beschädigt werden. Auch unser Immunsystem profitiert von der Aminosäure L-Arginin, denn sie erhöht die Aktivität der weißen Blutkörperchen, womit die Krankheitserreger schneller erkannt und abgefangen werden können.

Derzeit gibt es auf dem Sportlermarkt eine Vielzahl an Pre-Workout-Produkten, die mit der Aminosäure L-Arginin versetzt wurden. Der Hauptgrund hierfür ist, dass man der bedingt essentiellen Aminosäure L-Arginin leistungssteigernde Eigenschaften nachsagt. Denn nach einem intensiven Training sollen sich die Kraft und die Regeneration der Muskeln verbessern. Diese positiven Effekte werden in Verbindung gebracht mit einer erhöhten Bildung von Stickstoffmonoxid (NO). Das heißt, durch die Erweiterung der Blutgefäße verbessert sich die Blutfließfähigkeit, wodurch das anfallende Laktat (Milchsäure) und die Abbauprodukte der Muskelproteine (Ammoniak) schneller entsorgt werden können. Das fördert wiederum den Sauerstoff- und die Nährstoffversorgung der trainierenden Muskeln, was sich im Training durch mehr Kraft und Ausdauer bemerkbar macht. Auch wenn die Studienlage zu diesem Thema noch sehr jung ist, berichtet ein Großteil der Studien über eine deutliche Verbesserung der sportlichen Leistungen. Dabei wurden Mengen von 1,5 bis über 10 g L-Arginin eingesetzt, die entweder vor der Belastung oder täglich über einen längeren Zeitraum (über 8 Wochen) verabreicht wurden. Eine tägliche Aufnahmemenge von bis zu 20 g L-Arginin gilt beim gesunden Menschen als gut verträglich. Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden traten bisher selten auf. In den Studien hat man erfahrenen Leistungssportlern (z. B. Kraftsportler, Radprofis, Judoka) sowie jungen Untrainierten L-Arginin in unterschiedlichen Mengen gegeben. Dabei konnten die Wissenschaftler Folgendes beobachten:

POSITIVE EFFEKTE VON L-ARGININ AUF EINEN BLICK:

  • Verbesserung der anaeroben Leistung im Krafttraining (Bankdrücken und im Wingate-Test = Fahrrad-Ergometer-Test bis zur Erschöpfung)
  • Schnelle Muskelerholung aufgrund der besseren Nährstoffverwertung und Blutzuckerstabilität
  • Verzögerung der Ermüdungszustände durch geringe Säurebildung
  • Erhöhung der Insulinempfindlichkeit durch gesteigerten Blutfluss

L-ARGININ UND DIE STICKSTOFFMONOXID-(NO)-BILDUNG

Die positiven Effekte werden durch die NO-Bildung in den Zellen der Blutgefäße ausgelöst. Dafür wird das Enzym NO-Synthase verantwortlich gemacht, welches die Aminosäure L-Arginin zu NO umwandelt. Diese gasförmige Substanz führt zur Entspannung der glatten Muskelzellen, wodurch sich die Blutgefäße stark erweitern. Die Blutgefäßerweiterung hat einen erhöhten Blutfluss zur Folge und verschafft den trainierenden Muskeln eine bessere Nährstoff- und Sauerstoffversorgung. Die meisten NO-Ergänzungen haben aber das Problem, dass sie nur über die Aminosäure L-Arginin verfügen. Nach der Aufnahme wird der Großteil der Aminosäure von den Leberzellen für den Auf- und Abbau der Aminosäuren im Proteinstoffwechsel verbraucht. Besonders die Leber hat einen hohen Arginin-Bedarf, weil sich dort die meisten Enzyme, die sogenannten Arginasen, befinden (siehe Abbildung 1). Deshalb gelangt nur ein geringer Teil in die Blutbahn und führt letztendlich zu einer verringerten NO-Bildung in den Blutgefäßen. Arginine SHOCK von Body Attack gehört zu den verbesserten Stickstoffmonoxid-(NO)-Produkten. Denn man hat die Aminosäure L-Arginin noch zusätzlich mit dem Nährstoffpuffer L-Citrullin Malat verbunden. Das Citrullin Malat gelangt nach der Einnahme direkt zu den Nieren und wird dort von zwei Enzymen zu L-Arginin umgewandelt. Die Leberzellen sind auf die L-Arginin-Produktion der Nieren angewiesen, da der Abbau von Nahrungsproteinen (Harnstoffzyklus) eine größere Menge an L-Arginin benötigt. Zudem ist L-Arginin an der Bildung von Kreatin beteiligt, womit noch mehr L-Arginin-Moleküle in der Leber aufgebraucht werden.


Body Attack
Foto: Body Attack - vergrößern
Aufgrund des sehr aktiven Aminosäurestoff-
wechsels der Leber gelangen kaum L-Arginin-Moleküle in die Blutbahn, wodurch weniger NO-Moleküle in den Blutgefäßen produziert werden. Da die Nieren das Citrullin Malat zu L-Arginin umwandeln können, kann die Leber die bedingt essentielle Aminosäure auch für andere Zwecke nutzen. Dadurch strömen größere Mengen an L-Arginin von der Leber in die Blutbahn, die gleichzeitig das Enzym, die NO-Synthase, in der inneren Blutgefäßrandschicht stimuliert. Es kommt anschließend zu einer vermehrten Freisetzung von NO in den Blutgefäßen. Das heißt, durch das zugesetzte L-Citrullin im Body Attack Arginin SHOCK erhöht sich die NO-Freisetzung in umliegenden glatten Muskelzellen (Blutgefäße). Dies erhöht den Blutfluss zu den Muskeln und verstärkt den Transport von Sauerstoff, Nährstoffen und den körpereigenen Hormonen während und nach dem Training. Der erhöhte Sauerstoffeinstrom führt zu einem besseren Körperfettverlust, indem die Muskelzellen mehr Fette zur Energiegewinnung im Training heranziehen.

Durch die gesteigerte Fettverbrennung bekommt der Körper auf Dauer eine bessere Muskelentwicklung, was man optisch als härtere und schärfere Muskelkonturen erkennen kann. Zudem führt die Zufuhr an L-Citrullin Malat zur Erhöhung der Arginin- und Kreatinkonzentration im Blut, was wiederum den Abbau von Muskelproteinen minimiert. In einer Studie von Pérez-Guisado et al. 2010 bekamen Kraftsportler 8 g Citrullin Malat vor dem Krafttraining. Sie trainierten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Brustdrücken mit jeweils 16 Sätzen. Dabei konnte eine deutliche Reduktion (40 Prozent) der Muskelschmerzen beobachtet werden. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen Sureda und seine Mitarbeiter (2006 und 2010). Sie konnten an 17 Radprofis eine Reduktion der oxidativen Muskelschäden sowie eine Abnahme der Isoleucin-Konzentration im Blutplasma feststellen. Dazu nahmen 17 Radprofis vor einem zweistündigen Etappen-Rennen 6 g L-Citrulline ein, und drei Stunden nach der Belastung untersuchten die Wissenschaftler den oxidativen Stress sowie die Beschaffenheit der Aminosäurenkonzentration im Blut. Die Konzentration an Arginin, Ornithin, Kreatin, Harnstoff war erhöht und die Muskelaminosäure Isoleucin erniedrigt, was wiederum auf einen geringen Muskelabbau deutet. Die Stress-Marker wie der Creatinkinase-, Lactatdehydrogenase- und Malondialdehyd-Wert waren zwar in der Placebo- und Citrullin-Gruppe gleich, aber dafür war der oxidative Stress durch den Anstieg der weißen Blutkörperchen vermindert. Somit macht es Sinn, die Arginin-Produkte mit einem L-Citrullin-Monopräparat (z. B. My Supps) zu kombinieren, um den Aufbauprozess der Muskeln nach einem intensiven Training zu beschleunigen.

ARGININ SHOCK UND AAKG SHOCK

Auf dem heutigen Sportlermarkt gibt es unterschiedliche L-Arginin-Formen. Am bekanntesten sind Hydrochlorid (HCL) und das Alpha-Ketoglutarat (AAKG). Beide Verbindungen kann der Körper selbst herstellen, deshalb spricht man auch von organischen Verbindungen. Sie verfügen über eine bessere Wasserlöslichkeit, indem sie den Magen-Darm-Trakt leichter passieren. Dadurch gelangen mehr Arginin-Moleküle zu den Zielorganen und werden nicht wie andere Verbindungen in den unteren Darmabschnitt abgebaut und ausgeschieden. Damit gehören HCL und AAKG zu den Bindungsformen mit einer guten Bioverfügbarkeit und liefern zudem die nötigen Mengen, um von den positiven Effekten zu profitieren.





TEAM-BAYERN bei der 4 Int. Österreichischen M./ANBF TEAM-BAYERN bei der 4 Int. Österreichischen M./ANBF 13. DM der GNBF 13. DM der GNBF
3. Workshop TEAM-BAYERN 3. Workshop TEAM-BAYERN Athleten-Portrait: Bernd Erlat Athleten-Portrait: Bernd Erlat
2. Workshop TEAM-BAYERN 2. Workshop TEAM-BAYERN 1. Workshop TEAM-BAYERN zur 13. DM in Siegen 1. Workshop TEAM-BAYERN zur 13. DM in Siegen