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Fruktose ist Ihr Freund

01.01.2011


Von Joe Klemczewski, Ph.D.

Jede Woche beantworte ich immer und immer wieder die gleichen Fragen. Dabei ist eine der am häufigsten gestellten Fragen:

„Zu welchem Zeitpunkt empfehlen Sie mir, Obst aus meiner Diät zu streichen?“

Einige Autoren behaupten, dass Früchte aufgrund des Zuckergehaltes der Todfeind jeder Diät sind und andere Autoren sagen, dass Fruktose Sie fett macht. Beide Behauptungen stehen auf wackeligen Beinen und können unter Berücksichtigung der Menge an konsumierten Kohlenhydraten leicht widerlegt werden. Wenn Sie sich in einem Kaloriendefizit befinden und der Blutzuckerspiegel niedrig ist, bestimmt die Menge der aufgenommenen Kohlenhydrate darüber, wie hoch der Blutzuckerspiegel ansteigt.

Die Höhe des glykämischen Index ist in diesem Fall zweitrangig. Glukose tritt zwar schneller in den Blutstrom ein, aber wenn Ihr Körper die Menge an verzehrten Kohlenhydraten schnell verwerten kann, wird Glukose nicht dazu führen, dass Ihr Insulinspiegel unkontrolliert nach oben schießt, und das ist während einer Diät eher die Regel als die Ausnahme – Ihr Körper befindet sich in einem konstanten Kaloriendefizit. Komplexe Kohlenhydrate werden langsamer verdaut. Unter Beachtung der Trainingszeit ist der Verzehr solcher Kohlenhydrate aber weder grundsätzlich zu bevorzugen noch notwendig.

Die andere Seite der Medaille ist Fruktose selbst. Eine verbreitete Meinung ist: „Fruktose kann durch das Muskelgewebe nicht verwertet werden, daher wird Fruktose nur in Körperfett umgewandelt“. Falsch. Fruktose wird vom Dünndarm aufgenommen, aber über einen unterschiedlichen Weg im Vergleich zu Glukose. Damit das Muskelgewebe Fruktose verwerten kann, muss Fruktose in Glukose umgewandelt werden, einmal durch Ihren Körper zirkulieren, Ihre Leber passieren und kann anschließend von Ihren Muskeln verbraucht werden. Daher wird Fruktose langsamer verbraucht – so wie die Kohlenhydrat-/Zuckerlieferanten mit niedrigem glykämischen Index. Fruktose-Hasser sagen, dass Fruktose in der Leber in Fett umwandelt wird und Obst aus diesem Grunde tabu sei.

Lassen Sie uns die Zusammenhänge herstellen und diesen Pseudo-Wissenschaftlern behilflich sein. Wenn Sie sich nicht in einem Kaloriendefizit befinden und die Glykogenspeicher in Ihrer Leber und Ihren Muskeln vollgefüllt sind, dann benötigen Ihre Muskeln keine zusätzliche Glukose. Sie verzehren Fruktose im Verbund mit größeren Mahlzeiten, aber Ihr Körper hat keinen weiteren Kalorienbedarf. Mit anderen Worten, Sie sind nicht auf Diät. Ihre Leber wird Fruktose – oder Glukose beziehungsweise jedes andere Lebensmittel, das Sie nicht benötigen – in Körperfett umwandeln.

Wenn Sie Diät halten, wird Ihr Körper Fruktose in Glukose als Energielieferant umwandeln, nur langsamer. Sollte ich falschliegen und Fruktose könnte vom Muskelgewebe nicht verwertet werden, dann würden Studien zeigen, dass Fruktose nicht förderlich für die tatsächliche Leistungsfähigkeit von Athleten ist, richtig? Forscher der Abteilung für Kinesiologie und Gesundheit an der Georgia State University machten kürzlich einen diesbezüglichen Versuch. Die Wissenschaftler verabreichten Radfahrern eine reine Glukose-Lösung oder eine Lösung, die jeweils zur Hälfte aus Fruktose und Glukose bestand.

Diejenigen Versuchsteilnehmer, die die Fruktose-Mischung erhielten, zeigten eine höhere abrufbare Muskelleistung für jede der bis 100 Kilometer langen Teststrecken. Bodybuilder – lest diese Zeile noch einmal: Die abrufbare Muskelleistung war höher. Für den Fall, dass Fruktose nicht verwertbar gewesen wäre, hätte sich die Leistung verschlechtert und nicht verbessert. Fruktose wird nicht nur verwertet, sondern in Kombination mit Glukose übertrifft Fruktose sogar die Wirkung von allein verabreichter Glukose!

Lassen Sie mich die „Obst-Frage“ ein für alle Mal klären: Nein, Sie müssen Obst nicht aus Ihrer Diät streichen. Ja, Sie können Obst über den gesamten Zeitraum Ihrer Wettkampf-Vorbereitungs-Diät essen. Nein, Obst wird Sie nicht fett machen. Ein Apfel am Tag …

VORBEUGUNG VON SPORTVERLETZUNGEN BEI KINDERN
Paul M. Saluan, M.D., Kinderarzt für orthopädische Chirurgie an der Cleveland Klinik für Sport und Gesundheit, hat kürzlich einen Leitfaden mit Richtlinien veröffentlicht, der dem ansteigenden Trend in der Häufung von Sportverletzungen bei Heranwachsenden entgegenwirken soll. Die gute Nachricht ist, dass über sieben Millionen Schüler sportlich aktiv sind. Die schlechte Nachricht ist, dass diese sportlich aktiven Schüler sich zwei Millionen Mal pro Jahr verletzen und jährlich eine halbe Million Mal zum Arzt gehen.

Dr. Saluan listet hierfür als beitragende Faktoren frühe Spezialisierung im Sport, unausgereifte Knochen, unzureichende Ruhephasen im Anschluss an Verletzungen, schlechtes Training und mangelhafte körperliche Verfassung auf. Er empfiehlt, von früher sportlicher Spezialisierung Abstand zu nehmen und Kinder dazu zu ermutigen, aktiv in verschiedenen Sportarten tätig zu sein. Allerdings muss immer auch darauf geachtet werden, dass Kinder nach der Belastung genügend Erholung bekommen sowie ausreichend lange Ruhephasen im Anschluss an eine Verletzung einhalten. Bevor ich mich auf das Gebiet der Gesundheit und der Ernährung konzentrierte, arbeitete ich als physikalischer Therapeut in der Orthopädie.

Aus meiner Erziehungserfahrung von vier sportlich aktiven Kindern würde ich noch hinzufügen, dass eine auftretende Verletzung bei Kindern oftmals nicht so ernst genommen wird wie im Vergleich zu einer Verletzung bei Erwachsen. „Oh, Kinder gesunden schnell – sie sind bald wieder okay“, ist die übliche Einstellung von Eltern und sogar von Trainern. Kinder, die versuchen, nicht als „Weichei“ zu erscheinen, sind die Letzten, die aus körperlichen Beschwerden oder Schmerzen eine große Sache machen würden. Benjamin Franklin hatte Recht: Eine Unze (1 ounce = 28 g – Anm. der Red.) der Vorbeugung ist mehr wert als ein Pfund (1lbs = 0,45 kg – Anm. der Red.) der Heilung.

Zumindest denke ich, dass das Ben gesagt hat (natürlich nicht der Ben von einer der Ölfirmen, die im Golf nach Öl bohren). Nach dem Einsatz einer Unze zur Vorbeugung von Verletzungen verwenden Sie eine oder zwei Unzen dafür, um zu verhindern, dass sich aufgetretene Verletzungen verschlimmern. Das hört sich als guter Ratschlag für Mutter und Vater bezüglich deren eigener Aktivitäten im Studio an!

Notiz des Herausgebers: Joe Klemczewski, Ph.D. ist WNBF Pro, der Bodybuildern und Figurenklasse-Wettkämpferinnen mit seinem einzigartigen Online-Programm „Perfect Peaking“ dabei hilft, in Bestform zu kommen. Dr. Joe kann unter www.perfectpeaking.com kontaktiert werden.





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