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Klarheit über verunreinigte Supplemente

01.10.2010


Von Fred DiMenna C.S.C.S.

FORSCHUNGSBERICHT

Seit zwei Wochen befinden Sie sich auf einem wahren Höhenflug. Es war Ihr Traum, die WNBF Pro Card zu gewinnen. Nach fünf Jahren mit einigen zweiten Plätzen und anderen knappen Niederlagen haben Sie es schließlich geschafft. Der Sieg war süß. Seitdem haben Sie nicht mehr aufgehört zu lächeln. Aber nachdem Sie das bei der Postfiliale deponierte, von der WNBF an Sie adressierte Einschreiben geöffnet haben, wird der ganze Jubel mit einem Herzschlag verschwunden sein. Enthält der Brief die Übersicht der Termine der Profi-Wettkämpfe des kommenden Jahres oder eine Einladung als Gastposer bei einem Profi-Wettkampf? Nicht ganz. Wie es scheint, ist Ihr Urintest positiv auf Nandrolon ausgefallen!

Nun, ich weiß, was Sie denken: Positive Testergebnisse sind gut für das Natural Bodybuilding, denn Betrüger sollten erwischt werden. Und ich stimme dem voll und ganz zu. Aber was wäre, wenn die erwischte Person kein Betrüger ist? Was wäre, wenn er oder sie in den sieben Jahren vor dem Wettkampf tatsächlich vollständig natural geblieben ist? Was würden Sie tun? Was würden Sie tun, wenn es sich dabei um Sie handeln würde?

Falls Sie Glück haben, erleben Sie das oben erwähnte Szenario, drehen sich im Bett um, wachen auf und realisieren, dass Sie gerade nur einen fürchterlichen Alptraum hatten. Aber wenn Sie nicht so viel Glück haben, werden Sie durch Schlaf keine Begnadigung erfahren. Stattdessen werden Sie am nächsten Morgen aufwachen (wenn Sie das Glück hatten, überhaupt geschlafen zu haben) und schwer angeschlagen sein durch dieselbe bohrende Frage, die Ihnen in der Nacht zuvor immer wieder durch den Kopf ging: Wie konnte mir das passieren?

Glauben Sie es oder glauben Sie es nicht – zahlreiche Wettkampf-Bodybuilder und andere Athleten drogengetesteter Sportarten erlebten diesen Alptraum in den letzten zehn Jahren. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass verunreinigte Supplements für viele dieser Fälle verantwortlich waren. Ja, Sie haben mich richtig verstanden: Das Proteinpulver, das Sie in Ihrem örtlichen Gesundheitsladen erworben haben, könnte mehr beinhalten als das, wofür Sie bezahlt haben. Und falls Sie aus diesem Grunde einen Urintest nicht bestehen, verfügen Sie über keinerlei Regressansprüche. Schließlich befindet sich die verbotene Substanz in Ihrem Körper und das ist nicht zulässig. Dass Sie nicht wussten, dass Sie diese Substanz eingenommen haben (oder noch schlimmer, dass Sie nicht beweisen können, dass Sie nicht wussten, dass Sie diese Substanz eingenommen haben) ist hierbei nicht von Bedeutung. Heutzutage, wo Dopingtests ein so heißes Thema sind, ist es durchaus verbreitet, sich nach einem nicht bestandenen Urintest auf verunreinigte Supplemente zu berufen. Sicherlich dient das in vielen Fällen nur als einfache Ausrede für denjenigen, der in flagranti dabei erwischt wurde, als er in die Keksdose griff. Allerdings gibt es auch zahlreiche dokumentierte Fälle, in denen Schadensersatzansprüche aufgrund verunreinigter Supplemente begründet sind. Das ist der Grund dafür, weshalb es empfehlenswert ist, einen ungeöffneten Behälter mit den gleichen Produkten aufzubewahren, die Sie einnehmen, wenn ein Urintest bevorsteht. Ein kürzlich erschienener Artikel eines Forschungsteams der Loughborough Universität und von „Quotient Bioresearch Ltd.“ aus UK liefert interessante Erkenntnisse, über die sich jeder, der sich einem Dopingtest unterziehen muss, bewusst sein sollte. Die Autoren beginnen damit, Informationen über das anabole Steroid Nandrolon (19-Nortestosteron) zu vermitteln. Einige Anzeichen weisen darauf hin, dass Nandrolon doppelt so wirksam wie Testosteron ist. Die Autoren erläutern, dass Athleten in ihrem Bestreben, Kraft, Muskelmasse und Aggressivität zu steigern sowie die Erholungszeit innerhalb intensiver Trainings- und Wettkampfperioden zu beschleunigen, Nandrolon und dessen metabolische Vorläufer (19-Norandrostendion und 19-Norandrostendiol) einnehmen. Die Einnahme dieser Substanzen ist im Sport allerdings verboten. Die Einhaltung dieses Verbots wird durch einen Diagnosetest überprüft, der sich auf Messungen der vorhandenen Menge von Nandrolon-Metaboliten im Urin stützt. Beispielsweise ist eine Urinkonzentration von mehr als 2 Nanogramm pro Milliliter von 19-NA (19-Norandrosteron – der wesentliche Metabolit von Nandrolon und seinen Vorläufern) ein Grund dafür, den Dopingtest nach den Regularien der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) nicht zu bestehen.

Jetzt werden Sie sich vielleicht fragen, wie es sein kann, dass Nahrungsergänzungen, von denen man annehmen sollte, dass sie natural sind, durch diese Drogen verunreinigt sind. Nun, die Autoren erklären, dass es im Handel frei erhältliche Prohormone gibt, deren Einnahme wahrscheinlich zu einem positiven Dopingtest führt (z. B. Vorläufer oder Nachbildungen von Testosteron und einiger anderer Steroidhormone). Und obwohl der Gebrauch dieser Produkte durch Athleten verhindert werden soll, kann es vorkommen, dass Spuren davon in Erzeugnissen enthalten sind, bei denen das nicht so sein sollte. Um das etwas zu relativieren, sei gesagt, dass eine einzelne 50-Milligramm-Dosis des Prohormons 19-Norandrostendion zu einem Messwert von über 100.000 Nanogramm pro Milliliter von 19-NA im Urin führt – und in einem positiven Testergebnis noch bis zu sieben bis zehn Tage nach der Einnahme resultieren kann. Somit wäre ein positiver Dopingtest unvermeidlich. Wenn auf der anderen Seite ein flüssiges Kreatin-Supplement mit 2,5 Mikrogramm pro Milliliter verseucht wird (was nur 0,00005 Prozent des Produktes entspricht), resultiert daraus kein annähernd so fatales Ergebnis, denn nur 25 Prozent derjenigen, die unwissend eine derartige Menge eingenommen haben, würden den Dopingtest nicht bestehen. Wie auch immer, wenn es sich ergibt, dass Sie der Unglückliche unter diesen vier Personen sind, spielt es keine Rolle für Sie, dass die Quoten für Sie günstig standen, nicht erwischt zu werden. Und wenn die geringe zugesetzte Menge des verseuchenden Produktes verdoppelt wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der Personen, die mindestens eine Urinprobe mit höherer 19-NA-Konzentration abgeben, als es der Schwellenwert der WADA erlaubt, auf 75 Prozent! So wie Sie davon ausgehen können sollten, dass von Ihnen eingenommene Medikamente sauber sind, sollten Sie auch davon ausgehen können, dass dies ebenfalls auf durch Sie verwendete Nahrungsergänzungsmittel zutrifft. Allerdings wiesen die Autoren darauf hin, dass die gegenwärtigen sehr guten Herstellungsverfahren von für den menschlichen Gebrauch vorgesehenen Medikamenten es vorschreiben, Verunreinigungen von 0,05 Prozent aufzudecken, sobald die tägliche Einnahme-Dosis des entsprechenden Produktes ein Gramm übersteigt. Nahrungsergänzungsfirmen müssen sich nicht an derartige Richtlinien halten. Aber das oben genannte Beispiel beziehungsweise der 25-prozentige Anteil derer, die bei einer 1000-fach geringeren Konzentration als durch die vorgeschriebenen Grenzwerte dieser Richtlinie den Dopingtest nicht bestehen würden, lässt darauf schließen, dass das Problem immer noch präsent wäre, auch wenn diese Vorschrift durch Nahrungsergänzungsfirmen eingehalten werden würde. Das unterstreicht die Schwierigkeit, die mit einer derartigen Verunreinigung einhergeht.

Falls Sie der Annahme sind, dass nicht bestandene Urintests ausschließlich die Welt des Bodybuildings und des Baseballs betreffen, denken Sie noch einmal darüber nach. Die Autoren enthüllten, dass es im Jahre 2003 im Tennis zu einer auffälligen Häufung von Fällen kam, als sieben männliche Spieler positiv auf Nandrolon getestet wurden und weitere 36 Spieler erhöhte Spiegel an 19-NA aufwiesen. In diesem Zusammenhang ist von großer Bedeutung, dass die WADA den Hinweis darauf akzeptierte, der die positiven Testergebnisse in Verbindung mit verunreinigten Nahrungsergänzungsmitteln brachte und dass mehr dahinterstecken würde als eine Verschwörungstheorie oder die letzten Versuche unsauberer Athleten zur Wahrung ihres Gesichtes. Darüber hinaus hat eine Anzahl von weltweit durchgeführten Analysen einer ganzen Bandbreite von Nahrungsergänzungen das Vorhandensein von Nandrolon und seinen Vorläufern sowie eine Vielzahl an weiteren Steroidverbindungen (und sogar von Stimulanzien) in einer nennenswerten Anzahl von Produkten ergeben – sogar wenn diese Bestandteile nicht auf dem Etikett aufgelistet waren. Noch erschütternder ist, dass zahlreiche Berichte zeigen, dass es Verunreinigungs-Konzentrationen gab, die weit über dem lagen, was zu erwarten war und die durch versehentliche Querkontamination verursacht wurden. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit dafür, dass vorsätzlich versucht wurde, die Wirksamkeit eines anderenfalls uneffektiven Produktes zu erhöhen.

Bezüglich des Problems der versehentlichen Querkontamination mit winzigen Substanzen, die zu einem positiven Dopingtest führen, erklären die Autoren, dass den Herstellern spezielle Testverfahren für Nahrungsergänzungen angeboten wurden, mit denen Verunreinigungen durch die von den sportlichen Aufsichtsbehörden verbotenen Substanzen in Konzentrationen nachgewiesen werden können, die um einiges unter den erwähnten Grenzwerten für Arzneimittel liegen (z. B. 10 sowie 100 Nanogramm pro Gramm für Steroide beziehungsweise Stimulanzien). Das würde die Nachweisbarkeit einer breiten Spanne an verbotenen anabolen Steroiden und Stimulanzien ermöglichen. Die Verwendung dieser Testverfahren ist in der Nahrungsergänzungsmittel-Industrie für Sportler gegenwärtig allerdings nicht sehr verbreitet.
Nach Darlegung dieser Hintergrundinformationen beschreiben die Autoren ausführlich, wie und wobei die von ihnen durchgeführte neue Untersuchung hilfreich aufzuklären vermag. Es hat den Anschein, dass vorausgegangene Forschungen, die dieses Thema zum Inhalt hatten, ihre Ergebnisse durch die Messung der Metaboliten-Ausscheidung über den Urin erhielten, und zwar entweder nach der Einnahme von flüssigen Supplementen in Form von fertigen Getränken oder von Pulvern, die in einem wässrigen Medium aufgelöst wurden. Im Gegensatz dazu gibt es keine Studie, die den Einfluss von der Art der Aufnahme bezüglich der anschließenden Ausscheidung von Nandrolon-Metaboliten über den Urin untersucht. Beeinflussen Bestandteile der Supplement-Matrix die Höhe der in Umlauf gebrachten verunreinigenden Substanz? Zeigt die Beschaffenheit der Supplemente Einfluss auf die Geschwindigkeit der Magenentleerung und die Höhe der Darmabsorption, wodurch wiederum der Stoffwechsel und die Ausscheidungsprozesse der kontaminierten Person betroffen sein würden? Das waren die Fragen, auf die die Forscher Antworten finden wollten. Sie untersuchten die Ausscheidung von Nandrolon im Urin von zehn gesunden, männlichen Testpersonen nach deren Einnahme von 10 Mikrogramm 19-Norandrostendion durch die Aufnahme flüssiger und feststofflicher Supplemente. Ein zweites Ziel wurde darin definiert, inwiefern die Reaktion des jeweiligen Individuums reproduzierbar ist. Um das zu tun, bewerteten die Forscher die täglichen Veränderungen in der Höhe der 19-NA-Konzentration nach zweimaliger, zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgter, täglicher Gabe einer standardisierten Dosis von 19-Norandrostendion. Die Studien-Teilnehmer (die – und das ist wichtig – während des gesamten Zeitraumes der Untersuchung gegenüber irgendeiner sportlichen Organisation nicht haftbar gemacht werden konnten) kamen im Anschluss an eine nächtliche Fastenperiode zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten ins Labor und gaben eine erste Urinprobe mit Nüchtern-Urin ab. Die Testpersonen nahmen anschließend entweder 500 Milliliter in einer Flasche abgefülltes Wasser oder einen im Handel erhältlichen Energieriegel zu sich. Beide Produkte wurden mittels eines anerkannten Screening-Verfahrens analysiert. Es wurde festgehalten, dass weder im Wasser noch im Energieriegel Nandrolon oder dessen verwandte Vorläufer enthalten waren. Durch die Zugabe von 10 Mikrogramm 19-Norandrostendion, das zuvor in Ethanol gelöst wurde, um die Norm von 100 Mikrogramm/Milliliter zu erhalten, wurde eine künstliche Verunreinigung erzielt. 30 Minuten vor dem Konsum durch die Testpersonen wurden dem sauberen Wasser und dem Energieriegel 100 Mikroliter dieser Flüssigkeit zugesetzt.

Für jede Testperson lagen drei Tage zwischen der Aufnahme der sauberen und der verunreinigten Supplemente, und die Aufnahme erfolgte durch Randomisierung (Verfahren für klinische Studien nach dem Zufallsprinzip – Anm. der Redaktion). Nach dem Verzehr blieben die Testpersonen zunächst nüchtern, anschließend war es ihnen dann freigestellt, was sie aßen oder tranken. Die Testpersonen sammelten für die nächsten 24 Stunden ihren Urin, notierten die Menge und den Abgabezeitpunkt ihres Urins und gaben diesen am nächsten Tag zur Analyse ins Labor. Die Testpersonen stellten außerdem detaillierte Aufzeichnungen über ihre Ernährung und ihre körperlichen Aktivitäten am Tag vor der ersten Versuchsreihe zur Verfügung, damit die zweite Versuchsreihe unter denselben Bedingungen wiederholt werden konnte. Während dieser Zeit war die Aufnahme von Nahrungsergänzungen oder Alkohol verboten. Die Studien-Teilnehmer waren auch dazu angehalten, ungewohnte oder anstrengende körperliche Aktivitäten zu vermeiden. Zusätzlich zu der oben skizzierten Untersuchung beinhaltete diese Studie auch die Datenerhebung der zwischen den einzelnen Individuen unterschiedlichen und von Tag zu Tag variierenden, ausgeschiedenen Menge von 19-NA und 19-NE (19-Noretiocholanolone) im Anschluss an die Aufnahme von 10 Mikrogramm 19-Norandrostendion, das einem flüssigen Supplement beigefügt wurde (eine Flasche abgefülltes Wasser mit fünf Gramm Kreatin Monohydrat). 18 Testpersonen (darunter zehn weibliche) wurden für diesen Teil der Untersuchung ausgewählt. Die Versuchsbedingungen waren identisch mit den oben genannten (d. h. der Urin wurde zweimal täglich über eine jeweils 24-stündige Periode in einem Abstand von drei Tagen gesammelt). Der Versuch beinhaltete auch die Einnahme eines Placebos (in Flaschen abgefülltes Wasser, dem Kreatin zugefügt war). Die Untersuchungen wurden durch randomisierte, einfache Über-Kreuz-Blindstudien durchgeführt.

Die Untersuchungsergebnisse ergaben unter durchgängig gleichen Testbedingungen, dass keine der Urinproben, die vor der Aufnahme der sauberen Supplemente (entweder flüssige oder feststoffliche) abgegeben wurde, den Grenzwert der zugrunde liegenden Mengenbestimmung an 19-NA zur Bewertung der Probe überschritt. Im umgekehrten Fall, mit Ausnahme einer Testperson während der Versuchsdurchführung unter Verwendung des Energieriegels, wurde bei allen Testpersonen ein deutlicher Anstieg der 19-NA-Ausscheidung in mindestens einer Urinprobe im Anschluss an die Aufnahme beider verunreinigter Supplemente festgestellt. Allerdings lagen die gemessenen Höchstkonzentrationen der 19-NA-Ausscheidung bei der Versuchsdurchführung unter Verwendung des verunreinigten Energieriegels höher als bei der Versuchsdurchführung unter Verwendung des verunreinigten Wassers und traten auch erst im späteren Tagesverlauf auf. Alle Höchstkonzentrationen wurden innerhalb von sieben Stunden nach der Aufnahme der verunreinigten Supplemente gemessen und fielen bei allen Testpersonen vor Ende des Tages unter den Grenzwert zur Mengenbestimmung. Die Ausscheidung von 19-NE erfolgte nach einem ähnlichen Profil. Die Ergebnisse zeigten ebenfalls eine beträchtliche Variabilität zwischen den Testpersonen bezüglich der tageweise gemessenen 19-NA- und 19-NE-Konzentrationen im Urin nach der Aufnahme der verunreinigten Supplemente. Die festgestellten Höchstkonzentrationen umfassten beispielsweise eine Spanne von 1,3 bis 28,0 Nanogramm/Milliliter.

Diese Studie liefert den eindeutigen Beweis dafür, dass kleinste Mengen von Prohormonen, die einem Nahrungsergänzungsmittel zugefügt werden, zu einer Konzentration von 19-NA im Urin führen können, die über dem durch die WADA festgelegten gültigen Grenzwert liegt und in einem positiven Testergebnis auf Nandrolon resultieren kann. Die Versuchsergebnisse weisen auch darauf hin, dass die Aufnahme von feststofflichen Supplementen im Vergleich zur Aufnahme von flüssigen, verunreinigten Supplementen zu höheren Urin-Konzentrationen führt. Die Autoren mutmaßen darüber, ob das aufgrund des langsameren Übergangs in den Blutkreislauf (geringere Geschwindigkeit der Magenentleerung und Darmabsorption) so ist und/oder ob durch die niedrigere Harnausscheidung mehr Zeit für die Anhäufung von Metaboliten im Urin bleibt. Die lange Zeitspanne, die zwischen der Aufnahme des Supplemente und der Abgabe des ersten Morgen-Urins bei der Versuchsdurchführung unter Verzehr des Energieriegels lag, bestätigte diese Annahme bei 17 der 19 Testpersonen. Die Autoren betonen außerdem, dass es zu unterschiedlichen Ergebnissen bezüglich der Ausscheidung von Dopingsubstanzen nach der Aufnahme von den durch sie künstlich hervorgerufenen Verunreinigungen und den Verunreinigungen kommen kann, die während des Produktionsprozesses entstehen. Beispielsweise könnte die Dispersion der verunreinigenden Substanz durch die Aufnahme des verunreinigten Materials nur in der Versuchsausführung unter Verwendung des Wassers vollständig sein, da das verunreinigte Ethanol nur auf der Oberfläche des Energieriegels verteilt wurde. Es könnte zu einer unterschiedlichen Reaktion kommen, wenn die verunreinigende Substanz während der Herstellung des Supplements vollständig in den Energieriegel eingebracht werden würde.

Abschließend erklärten die Verfasser, dass die beobachteten beträchtlichen Unterschiede bezüglich der gemessenen Werte darauf hinweisen, dass es zwischen einzelnen Individuen ausgeprägte Unterschiede im Stoffwechsel und bezüglich Ausscheidung von verunreinigten Supplementen gibt. Das könnte durch geschlechtsspezifische Faktoren (Männer zeigten höhere Konzentrationsspitzen der im Urin gemessenen 19-NA Werte) und/oder der Menge der verunreinigenden Substanzen, die über andere Wege ausgeschieden wird (z. B. Stuhl, Speichel und Schweiß), begründet sein.

Diese Studie zeigt, dass verunreinigte Nahrungsergänzungen ein echtes Problem für Athleten sind, in deren Sportart Dopingtests durchgeführt werden. Unabhängig davon, ob die Verunreinigung unabsichtlich während des Produktionsprozesses entstanden ist oder der absichtlich vorgenommene Täuschungsversuch durch Nahrungsergänzungshersteller ist – die Verantwortung liegt beim Athleten, dafür zu sorgen, dass alles, was er einnimmt, sauber ist.

Behalten Sie das im Kopf, oder Ihr schlimmster Dopingtest-Alptraum könnte Realität werden!





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